Sozialer Stress – Dank sozialem Netz (Teil 1/2)

6. MĂ€rz 2015

In den letzten Jahren hat sich unser tÀgliches Leben durch viele Innovationen stark verÀndert. Sie sollen den Alltag erleichtern, wobei eine Sache im Leben der meisten Menschen eine besonders wichtige Rolle spielt: Das Smartphone. Seit der PrÀsentation des ersten IPhones 2007 ist die PopularitÀt dieser mittlerweile nicht mehr nur internetfÀhigen Handys rasant gestiegen und somit auch die Zahl der Menschen, die eines besitzen.

Wie sehr diese GerĂ€te unseren Alltag in den letzten Jahren verĂ€ndert haben, ob diese VerĂ€nderungen wirklich immer positiv waren und wie sehr wir unsere Begleiter vermissen wĂŒrden, wenn wir sie plötzlich nicht mehr hĂ€tten, wollten wir mithilfe einer Umfrage erforschen. Es wurden 65 Leuten aus drei verschiedenen Altersgruppen acht Fragen gestellt und wir haben interessantes herausgefunden:

Smartphones nicht in der Arbeitswelt

Unsere Umfrage hat ergeben, dass Smartphones deutlich mehr privat genutzt werden, als fĂŒr GeschĂ€ftliches. Das heißt, dass es das Smartphone noch nicht geschafft hat, die Arbeitswelt komplett von sich zu ĂŒberzeugen. Es wird zwar genutzt, doch wird vermehrt auf PCs, Laptops etc. gesetzt.

Die meisten Befragten nutzen ihr Smartphone, um mit ihren Freunden und ihrer Familie in Kontakt zu bleiben. WÀhrend die Befragten unter 30 Jahren eher schriftlich kommunizieren (vor Allem mit WhatsApp (83%)), telefonieren Àltere Generationen genauso hÀufig wie sie tippen. Von allen wird das Smartphone aber auch vermehrt zum Surfen im Internet verwendet.

Meistgenutzte Funktionen auf dem Smartphone
Abbildung 1: Meistgenutzte Funktionen auf dem Smartphone

Private versus geschÀftliche Smartphone-Nutzung
Abbildung 2: Private versus geschÀftliche Smartphone-Nutzung

Integriert gleich gestresst?

AuffĂ€llig ist, dass sich 50% der JĂŒngeren dabei oft gestresst fĂŒhlen wĂ€hrend es bei den anderen Altersgruppen höchstens 33% waren. Bei der mittleren Altersgruppe sind es 56% und bei den Menschen ĂŒber 50, nur 20%. Ein weiteres Ergebnis ist, dass sich 81% der jĂŒngsten Altersgruppe informierter und integrierter in ihrem Freundeskreis fĂŒhlen. Daraus lĂ€sst sich ablesen, dass insbesondere die dauernde schriftliche Kommunikation mit Freunden zu Stress fĂŒhrt.

Smartphones als Stressfaktor
Abbildung 3: Smartphones als Stressfaktor

Wenn z.B. das Telefon „mal hakt“ oder eine dringende Nachricht erwartet wird, wird der Benutzer schnell mal „hibbelig“. Eine Ă€hnliche Wirkung hat es, wenn viele Nachrichten auf einmal erhalten werden oder etwas Wichtiges verpasst wurde. Sogar die Angst, virtuell und dadurch eventuell auch real etwas zu verpassen, stresst. Der Freundeskreis wird fĂŒr Jugendliche zum Full-Time-Job. Über WhatsApp oder soziale Netzwerke besteht andauernd Kontakt zu den verschiedensten Menschen. Der Benutzer sieht, was sie posten und sorgt sich, wenn mal nicht sofort eine Antwort kommt, obwohl der Andere die Nachricht ja gelesen hat. Dies kann zu einer ReizĂŒberflutung fĂŒhren und unbegrĂŒndeten Sorgen fĂŒhren.

Die mittlere Altersgruppe lĂ€sst sich dadurch weniger aus der Ruhe bringen. Es ist zu vermuten, dass Ă€ltere Besitzer das Smartphone eher als Spielerei ansehen, weswegen sie sich nicht so schnell verrĂŒckt machen lassen. Denn Ă€ltere Menschen nutzen ihr Smartphone nicht, um mit Freunden zu schreiben, sondern eher, um das Internet zu entdecken. Im Gegensatz dazu sind die JĂŒngeren durch WhatsApp, Facebook usw. durchgehend darĂŒber informiert, was ihre Freunde gerade so machen und werden leichter eingebunden. Es ist schließlich einfacher eine WhatsApp Gruppe zu erstellen und alle Teilnehmer zu kontaktieren, als jeden anzurufen. Die mittlere Altersgruppe ist in sozialen Netzwerken nicht ganz so aktiv und somit auch weniger gestresst.

Freundeskreis-Interation durch Smartphones
Abbildung 4: Freundeskreis-Interation durch Smartphones


Der vorliegende Artikel beschreibt die Ergbnisse einer Umfrage, die gemeinsamen von Carolin Lubosch und Raphael Dedenbach durchgefĂŒhrten wurde.
Zum zweiten Teil des Artikels: „Sozialer Stress – Dank sozialem Netz (Teil 2/2)“

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