Steuerbarkeit

18. März 2005

Stellen Sie sich vor, Sie arbeiten an einem Word-Dokument und ver√§ndern oder l√∂schen einige Textstellen. Pl√∂tzlich stellen Sie fest, dass Sie den falschen Absatz gel√∂scht haben, vielleicht sogar ein Absatz, an dem Sie den ganzen letzten Tag gearbeitet haben und der Ihnen nie wieder so gut gelingen wird? Wie gut, dass Word die M√∂glichkeit bietet, den gel√∂schten Absatz √ľber die „R√ľckg√§ngig-Funktion“ schnell wieder in das Dokument zur√ľckholen zu k√∂nnen. Sie k√∂nnen „das Ruder im letzten Moment herumrei√üen“!

Das Vorhandensein der „R√ľckg√§ngig-Funktion“ ist Teil der Anforderungen, die das Dialogprinzip „Steuerbarkeit“ (ISO 9241-10) an interaktive Systeme stellt. Nach diesem Dialogprinzip ist „ein Dialog steuerbar, wenn der Benutzer in der Lage ist, den Dialogablauf zu starten sowie seine Richtung und Geschwindigkeit zu beeinflussen, bis das Ziel erreicht ist“. Dieses Dialogprinzip fordert also, dass der Benutzer in jeder Situation die M√∂glichkeit hat, die Aktivit√§ten des Systems zu beeinflussen und auch vorangegangene Schritte r√ľckg√§ngig zu machen.

Weitere Beispiele f√ľr Steuerbarkeit sind:

  • die M√∂glichkeit, zwischen verschiedenen Ein- und Ausgabeger√§ten frei zu w√§hlen.
  • die M√∂glichkeit, selbst bestimmen zu k√∂nnen, wie viele Daten gleichzeitig auf dem Bildschirm gezeigt werden, je nachdem welche Daten f√ľr die Erledigung der Arbeitsaufgabe erforderlich sind.
  • die M√∂glichkeit, zwischen der Anzeigeart von Ein- und Ausgabedaten zu wechseln, wie zum Beispiel zwischen textueller und bildlicher Darstellung von Dateien.
  • die M√∂glichkeit, anstelle √ľber Men√ľs durch Kurzwahltasten bestimmte Funktionen auszuw√§hlen.
  • die M√∂glichkeit, nach einer Unterbrechung der Arbeit mit dem System an der gleichen Stelle fortzufahren.
  • die M√∂glichkeit, zu kontrollieren, wie der Dialog mit dem System weitergef√ľhrt werden soll.
  • die M√∂glichkeit, zu bestimmen, mit welcher Geschwindigkeit bzw. wann ein Dialog fortgesetzt werden soll. Beispielsweise erst, wenn der Benutzer die Eingaben mit „OK“ best√§tigt hat.
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